Lernentwicklungsgespräch und Zeugnis im Zusammenhang mit dem neuen LehrplanPLUS Grundschule

Lernen und Leisten im Religionsunterricht

Mit Einführung des LehrplanPLUS verändern sich die Bewertungs- und Beurteilungskriterien in der Grundschule. Im Amtsblatt des Kultusministeriums vom September 2014 wird der Begriff Probearbeiten durch den Begriff Leistungsnachweise ersetzt. In den Blick gerückt wird damit, dass Kompetenzen nicht nur aus dem Abrufen von Wissen bestehen, sondern sich in vielfältiger Weise zeigen. Deshalb gilt es, auch in der Bewertung und Beurteilung, vielfältige Möglichkeiten zu nutzen.
Dies kann beispielsweise die Präsentation von Arbeitsergebnissen, mündliche Beiträge, Lerntagebücher oder Portfolios ebenso umfassen, wie bisherige schriftliche Probearbeiten.
Das ISB arbeitet momentan zu diesem Thema an einer Verlautbarung, die Anfang 2015 veröffentlicht werden soll. Parallel dazu arbeitet eine Gruppe des evangelischen und katholischen RPZ an einer Handreichung für den Religionsunterricht der Grundschule.
Möglichkeiten der vielfältigen Beurteilung. Sie finden Hinweise für vielfältige Formen der Beurteilungen auf der CD „Lernen und Leisten im Religionsunterricht der Grundschule.

In der 1.-3. Klasse haben die Schulen die Möglichkeit die Zwischenzeugnisse durch Lernentwicklungsgespräche zu ersetzen. Grundsätzlich wird das Gespräch von der Klassenleitung mit dem Schüler /der Schülerin im Beisein von mindestens einem Elternteil geführt. Die Religionslehrkraft kann sich über den dazugehörigen Protokollbogen einbringen, indem sie in das Kästchen „Anmerkungen“ ein bis drei Sätze ganz individuell über den Schüler/die Schülerin schreibt. Dies wurde zwischen Kultusministerium und evangelischer und katholischer Kirche verbindlich vereinbart. Eine Formulierungs- und Orientierungshilfe hierzu bilden die Grundlegenden Kompetenzen, die für jeweils zwei Jahrgangsstufen im LehrplanPLUS zu finden sind. Auch die Schülerinnen und Schüler können sich in einem eigenen Bogen dazu äußern.
Nachdem das Gespräch nur etwa 20 Minuten umfasst und realistisch die „Hauptfächer“ in den Blick genommen werden, rege ich dazu an, jede Möglichkeit zu nutzen, um im Unterricht mit den Kindern dazu ins Gespräch zu kommen. Das kann beispielsweise über eine Reflexionsrunde geschehen, oder in einem persönlichen Vieraugengespräch. Wichtig ist zukünftig, die Kinder mehr in das Unterrichts-und Lerngeschehen einzubeziehen, als dasbisher der Fall war.

Im Amtsblatt des Kultusministeriums vom 10. November 2014 sind die Zeugnisformulare für die Klassen 1 bis 4 zu finden. Auch hier ist darauf zu achten, dass die Bemerkungen
kompetenzorientiert formuliert sind.

Formulierungshilfen zum Lernentwicklungsgespräch und zu den Zwischenzeugnissen für das Fach Katholische Religionslehre
Barbara Buckl (RPS Eichstätt)
Gabriele Marsch (RPS Bamberg)
Sr. Teresa Spika (RPZ Bayern)

Im Dokument finden sich Formulierungshilfen zur Beschreibung des im bisherigen Unterrichtsverlauf erfolgten Kompetenzerwerbs.
Zu den Formulierungshilfen >>

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